20. Oktober 2015, 17:47 Uhr | Musiktheater im Revier (MiR)
Die Berliner Kammercore-Rockband „Coppelius" ist in der vergangenen Woche in Gelsenkirchen eingetroffen. Die fünf Herren und ihr Butler, die sich allesamt als Abgesandte des neunzehnten Jahrhunderts verstehen, waren bereits Ende August zum Blind Date Festival in der Stadt und hatten auch bei der Spielzeit-Eröffnungsgala des MiR gespielt.
Nun bereiten sie in den kommenden Wochen zusammen mit dem Musiktheater im Revier und der Neuen Philharmonie Westfalen die Uraufführung der weltersten Steampunk-Oper vor. Das Projekt mit dem Titel „Klein Zaches, genannt Zinnober“ basiert auf der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann. Die Komposition stammt aus der Feder von „Coppelius“ selbst und dem zweiten Kapellmeister des Gelsenkirchener Opernhauses Thomas Rimes, der dann auch die musikalische Leitung übernimmt. Die Inszenierung wird der Frankfurter Regisseur Sebastian Schwab gestalten. Er war bereits für Produktionen wie „Spieglein, Spieglein“, als Erzähler in „Die Geschichte vom Soldaten“ oder zuletzt als Regisseur des beliebten Tanzprojektes „MOVE!“ zu Gast am MiR. Die Uraufführung findet am 14.11.2015 im Großen Haus statt. Für Generalintendant Michael Schulz ist diese Produktion einer seiner Höhepunkte in der Intendanz.