19. März 2025, 06:17 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Der Bund verpflichtet alle Großstädte bis Mitte 2026, eine Kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Darin soll strategisch festgelegt werden, welche Stadtgebiete in welcher Weise mit Wärme versorgt werden sollen und wie erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme dabei sinnvoll genutzt werden können.
Das Ziel ist es, ein zukunftssicheres Energiesystem zu entwickeln und den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung für die individuelle Energieplanung zu bieten. Da die Städte Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck städteübergreifende Versorgungsnetze nutzen, haben sich die Kommunen zu einem gemeinsamen Vorgehen entschieden. Dies soll Kosten senken und das gemeinsame Verfahren beschleunigen.
Nun ist bei diesem Projekt ein wichtiger Meilenstein erreicht: Soeben wurde nach Beendigung des offiziellen Ausschreibungsverfahrens das Essener Beratungsunternehmen con|energy consult GmbH als Partnerorganisation für die Entwicklung einer Umsetzungsstrategie beauftragt.
Den drei Kommunen ist es besonders wichtig, die Belange der Bürgerinnen und Bürger bei der Planung zu berücksichtigen:
„Uns ist klar, dass das Thema Energieversorgung für die Menschen in unseren Städten eine extrem hohe Bedeutung hat. Dem möchten wir mit einem transparenten Verfahren Rechnung tragen und sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch alle relevanten Akteure im Prozess mitnehmen“, so Kai Thiemann der das Projekt bei der Stadt Gelsenkirchen inhaltlich betreut.
Und Jürgen Harks von der Stadt Gladbeck ergänzt: „Unser klares Ziel ist es, gemeinsam mit der con|energy consult GmbH bis Anfang 2026 die Pläne für alle drei Kommunen entwickelt zu haben. Damit möchten wir für die Bürgerinnen und Bürger langfristige Handlungssicherheit für die individuelle Wärmeversorgung in den Haushalten schaffen.“
„Bei diesem Projekt werden nicht nur mehrere Organisationseinheiten der drei Stadtverwaltungen eng kooperieren, sondern die Planung erfolgt zudem in enger Abstimmung mit Energieversorgern, Netzbetreibern, Wohnungswirtschaft, Industrie, Handwerk und der allgemeinen Öffentlichkeit. So wollen wir Kompetenzen bündeln und die Kosten im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler möglichst geringhalten“, ergänzt Dr. Klaus Rammert-Bentlage von der Stadt Bottrop.
Gemeinsam mit con|energy consult GmbH als ausgewähltem Dienstleister für das Projekt, steht als nächstes eine fundierte Ermittlung des Ist-Zustands in den Kommunen an. Im nächsten Schritt werden dann die Potenziale der Wärmeplanung für alle drei Kommunen entwickelt, bevor die Umsetzungsstrategie und die dazu erforderlichen konkreten Maßnahmen entwickelt werden.
„Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck werden wir die Öffentlichkeit über alle Meilensteine des Projekts informieren. Wir sind uns der Bedeutung des Projekts bewusst und werden die Bedürfnisse der Menschen hier immer in den Vordergrund stellen“, so Juliane Hauskrecht vom Dienstleister con|energy consult GmbH.